Brokkoli-Curry mit braunem Reis

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Es ist erstaunlich, wie ein paar Strahlen Sonne die Lebensgeister wecken können. Der Winter hat heuer wieder einmal ewig gedauert. Und da ich dieses Jahr erstmals nicht auf Schiurlaub gefahren bin, hat es sich noch schlimmer angefühlt als sonst. Der graue Himmel, der viele Schnee, der die Stadt aber nicht idyllisch gemacht hat, sondern in erster Linie für viel grauen Matsch gesorgt hat, sodass ich schon gar nicht mehr wusste, welche Stiefel ich anziehen soll, da jedes Paar innerhalb kürzester Zeit durchnässt und mit hässlichen Salzrändern verziert waren.

Kurzum: Ich bin sowas von reif für den Frühling und dieses Wochenende hat sich nach langer Zeit wieder mal die Sonne gezeigt. Als ich heute beim Brunch bei Freunden war und wir bei strahlendem Sonnenschein Pancakes gegessen haben, hat sich die Winterdepression die sich in den letzten Wochen wie ein Schleier über mich gelegt hatte, etwas verzogen.

Und so hatte ich auch zum Abendessen endlich wieder Lust, etwas zu Kochen, anstatt mich mit Schokolade und Tee auf der Couch zu verkriechen. Dieses Brokkoli-Curry ist eine simple Eigenkreation für eine schnelle, unkomplizierte Mahlzeit, die die letzten Reste des Winterblues garantiert vertreibt.

Schnelles Brokkoli-Curry mit braunem Reis

2 Portionen

1 Brokkoli
1 EL Kokosöl
1/2 brauner Basmatireis
1 kl. Zwiebel
1 kleine Zucchini
1 EL Curry
1/2 Dose Kokosmilch
Salz & Pfeffer
evtl. ein paar Tropfen Zitronensaft

(Im Grunde genommen kann man das Curry auch mit anderem Gemüse wie Karfiol/Blumenkohl, Kohlsprossen o.ä. machen, je nachdem, was man gerade zu Hause hat. Ich hatte auch noch eine Mini Selleriestange, die ich noch dazugeworfen habe)

Reis mit der doppelten Menge Wasser zum Kochen bringen und ca. 35 Min. auf kleiner Hitze köcheln lassen.
Zwiebel klein schneiden und in einer Pfanne in Kokosöl kurz anrösten. Zucchini in kleine Würfel schneiden und zusammen mit den Brokkoliröschen zu den Zwiebelstücken in die Pfanne geben. Mit Curry und etwas Salz würzen und kurz anrösten. Dann die Kokosmilch hinzufügen und zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 5 Min. köcheln lassen.
Mit Salz und Pfeffer sowie ein paar Tropfen Zitronensaft abschmecken und mit dem braunen Reis servieren.

Fenchel-Apfel-Quinoa-Salat

Das Immunsystem ist eindeutig auch nicht mehr das, was es einmal war. Meine Mama meint ja, das ist der berufliche Stress, aber ich fürchte, dass das Alter (mittlerweile auch schon fortgeschrittene 31) auch seine Finger mit im Spiel hat. Jedenfalls habe ich ich Faschingsdienstag, Valentinstag und alle sonstigen Highlights der vergangenen Woche im Bett mitverfolgt, umringt von einer Kollektion an Hustensaft, Brausetabletten, Homöopatischen Tropfen und Kugerln, 1kg Taschentüchern, Wärmeflasche und was man sonst noch so alles um sich schart, wenn man halbkomatös vor sich hin leidet.

Mitterweile läuft die Nase zwar munter weiter und ich bekomme sicher bald ein Sixpack vom Husten, aber es zeichnet sich schon fast sowas wie Besserung ab. Oder vielleicht ist es auch der Mangel an sozialer Interaktion in den letzten Tagen, der in mir den Drang, zumindest hier etwas zu posten, geweckt hat.

Zugegeben, ich habe mich in den letzten Tagen eigentlich fast ausschließlich von Reiswaffeln und meinen Suppenvorräten aus dem Tiefkühlfach ernährt, aber nachdem das nicht wirklich viel als Post hergibt, habe ich dieses Rezept aus „gesunderen“ Zeiten ausgegraben.

Ich werde fast etwas traurig, wenn ich dieses Rezept sehe, denn ich weiß, dass ich den Salat – zumindest in dieser Form – vermutlich lange Zeit nicht mehr essen werde. Kurz danach bin ich nämlich draufgekommen, dass ich von Nüssen neuerdings Akneausbrüche bekomme, d.h. abgesehen von Mini-Portionen werde ich wohl bis auf weiteres auf Abstand von Nüssen gehen müssen.

Fenchel-Apfel-Quinoa-Salat

Fenchel-Apfel-Quinoa-Salat

2 Portionen

1 Fenchelknolle
1 großer oder 2 kleine Äpfel
100g Quinoa
1 Handvoll Pekannüsse (oder andere Nüsse wie Mandeln, Walnüsse, Pistazien, etc.)
Saft 1 Zitrone
2 EL Walnussöl
2 EL Orangensaft
etwas Salz & Pfeffer

Quinoa unter klarem Wasser abspülen und mit 2,5-fachen Menge Wasser und einer Prise Salz aufkochen. Ca. 20-25 Min. auf kleiner Hitze köcheln und quellen lassen.
Fenchel putzen und in dünne Streifen schneiden.
Apfel waschen und in kleine Stücke schneiden.
Aus Zitronen-, Orangensaft und Walnussöl ein Dressing mischen. Etwas Salz und Pfeffer hinzufügen.
Apfel und Fenchelstücke auf 2 Tellern anrichten und mit Dressing beträufeln. Etwas Quinoa in die Mitte und gehackte Nüsse darüber streuen. Das restliche Dressing darüberträufeln und servieren.

Delicious Green Smoothies – Fenchel-Orangen-Spinat-Smoothie

Mal ehrlich: Die Sache mit der Ernährung kann einen mitunter ganz schön fertig machen. Zunächst klingt das alles ja ganz einfach: Viel Gemüse und Obst, ein paar gesunde Proteine und vollwertige Kohlenhydrate und die Welt ist in Ordnung. Kann doch alles nicht so schwer sein, oder?
Aber dann stößt man plötzlich auf die Info mit der Milch, die ja für einen großen Teil der Menschheit eigentlich nicht verträglich sein soll und Zucker ist sowieso eigentlich Staatsfeind Nummer 1 oder war das doch das Fett? Und wie war das mit den Kohlenhydraten am Abend, die einen zwar satt, aber offenbar dick und unausgeschlafen machen, und mit den Proteinen ist das auch nicht so einfach, denn tierisch ist irgendwie böse, oder nur zu bestimmten Tageszeiten, dann aber garantiert ohne Kohlenhydrate, die aber bitte auf keinen Fall mit Fett in Berührung zu bringen, wobei wir ja eigentlich alle viel zu wenig gesundes Fett essen. Und Snacken? Auch ganz böse, aber Heißhunger ist trotzdem zu vermeiden und mit den Gluten will ich jetzt lieber gar nicht erst anfangen. Wer soll da bitteschön noch wissen, was er jetzt essen soll?
Und als ob das alles nicht schon kompliziert genug wäre, kommen dann auch noch unser Körper dazu, der uns täglich um Punkt 15:30 Uhr signalisiert, dass er – Blutzuckerspiegel und Eiweißgehalt des Mittagessens hin oder her – jetzt augenblicklich etwas Süßes braucht, da er sonst ein ganz böses Signal an unser Hirn schickt, das uns den Rest des Nachmittags ziemlich unentspannt und schlecht gelaunt werden lässt.

Was ich eigentlich sagen will ist: Ich habe auch keine Ahnung, wie „richtige Ernährung“ funktioniert, aber ich bin auch immer vorne dabei, wenn es darum geht, die neuesten Ernährungstrends auszuprobieren. Und obwohl sich viele als kompletter Reinfall herausstellen, gibt es dann doch die ein oder andere Entdeckung, die es sich zu übernehmen lohnt. So wie zum Beispiel die grünen Smoothies.

Vielleicht gleich einmal eine Warnung vorweg: Ihr solltet eine gewisse Toleranzgrenze bezüglich fragender Blicke und hochgezogener Augenbrauen von Seiten eurer Kollegen haben, wenn ihr – so wie ich – vorhabt die Dinger ins Büro mitzunehmen und im allgemeinen Kühlschrank aufzubewahren. Selbst nach mehreren Wochen, sorgen meine täglichen Smoothies noch immer für allgemeine Belustigung.

Ich habe mich in den letzten Monaten durch eine ganze Reihe an grauenvollen Kreationen durchgekostet, aber mittlerweile habe ich ein paar Favoriten gefunden, die ich euch guten Gewissens weiterempfehlen kann, wenn ihr gerne mehr Grünzeug in eure tägliche Ernährung integrieren, aber nicht unbedingt den ganzen Tag an Salatblättern knabbern möchtet.

Vielleicht noch ein paar allgemeine Tipps zu grünen Smoothies:
– Damit die Smoothies schön cremig werden benötigt ihr einen starken Standmixer (sonst bekommt ihr nur eine eigenartige Pampe mit kleinen Spinatflocken, ich spreche aus leidvoller Erfahrung)
– Zu Beginn würde ich das Verhältnis Obst-Gemüse bei 1:1 halten, später könnt ihr dann experimentieren und den Gemüseanteil Schritt für Schritt erhöhen.
– Wenn ein Teil der Zutaten (z.B. Banane oder Beeren) gefroren sind, wird der Smoothie schön cremig. Eiswürfel gehen natürlich auch.
– Man kann die Smoothies optional mit allen möglichen „Superfoods“ pimpen wie z.B. Proteinpulver (z.B. Hanfprotein, Reisprotein), Maca Pulver, Chia Samen, Spirulina (Achtung: geschmacklich etwas gewöhnungsbedürftig!), Matcha Pulver, etc…

Den Anfang macht …

Foto

(Ja, ich war etwas experimentierfreudig mit meinem neuen iPhone 5.)

Fenchel-Orangen-Spinat-Smoothie

für 2 Portionen

1 große oder 2 kleine Orangen
2 große Handvoll Babyspinat
1 Banane (gefroren)
1/2 Fenchelknolle
optional: 2 TL Proteinpulver (ich mag Sunwarrior Reisprotein ganz gerne)
etwas Wasser (je nachdem, wie dickflüssig ihr den Smoothie möchtet)

Alle Zutaten in Stücke schneiden und mit Wasser in einem starken Standmixer mixen.
Entweder in ein dichtes Gefäß fühlen und kühl aufbewahren oder sofort trinken oder löffeln.

Zucchini-Kräuter Cremesuppe

Jeder, der intensiver in die Welt des Yoga eintaucht, kommt auf kurz oder lang nicht an seiner großen Schwester vorbei: dem Ayurveda. Ich muss zugeben, dass ich noch weit entfernt davon bin, all die Regeln und Rituale, die es im Ayurveda gibt, zu befolgen (könnte auch damit zusammenhängen, dass ich ein (Berufs-)Leben habe und daher, bei aller Liebe, unmöglich 3x am Tag frisch kochen und Stunden für Ölmassagen und Kriyas (Reinigungstechniken) aufbringen kann), aber trotzdem fasziniert mich diese tausende Jahre alte Wissenschaft und ich bin davon überzeugt, dass da was dran ist.

Trotzdem war das wohl eher un-ayurvedisch, als ich heute mittag nach meiner Yoga-Einheit hungrig vor dem Kühlschrank gestanden bin und mir überlegt habe, was sich jetzt möglichst schnell als Mittagessen eignen würde. Zwei Zucchinis haben das Rennen gemacht und da ich mich vage an ein Zucchinisuppen-Rezept in diesem Ayurveda-Buch erinnern konnte, war das beschlossene Sache.

Obwohl die Suppe nur 10 Minuten köcheln muss, habe ich die Zeit hungertechnisch mit Karotten und Hummus überbrückt, aber ich habe ja immerhin „Sport“ gemacht, da darf man das …. (Wer jemals Ashtanga Yoga probiert hat, weiß, dass jede Bauch-Bein-Po Stunde ein Ponyhof im Vergleich ist!).

Das Rezept verlangt noch 2 Bund frische Kräuter nach Saison wie z.B. Basilikum, Dill, Fenchelkraut, Petersilie, Kerbel, Salbei o.ä., aber ich habe, da ich nichts anderes zu Hause hatte, gefrorene Petersilie und getrocknetes Basilikum verwendet. Hat auch super gepasst.

Ich hatte auch kein Reismehl zu Hause, hatte aber die Idee, stattdessen Sunwarrior Protein Powder (das ist ein neutrales, komplett natürliches Reisprotein) zu verwenden, was geschmacklich optimal gepasst und der Suppe eine cremige Konsistenz verliehen hat. Ich bin mir nicht sicher, ob man das auch für heiße Getränke/Suppen verwenden sollte, aber ich habe auch auf deren Homepage nichts Gegenteiliges gefunden und nachdem, ja keine ominösen Zusatzstoffe o.ä. drinnen sind, habe ich mich gedacht, man kann es ja mal probieren. Als Alternative würde ich es aber vielleicht mit normalem Mehl versuchen oder es ganz weglassen und stattdessen evtl. 1-2 EL Sauerrahm/Creme Fraîche nehmen, damit die Suppe cremig wird.
Kürbissuppe

Zucchini-Kräuter Cremesuppe

adaptiert aus Kerstin Rosenberg, Die Ayurveda-Ernährung

für 3-4 Portionen

1 Zwiebel
1 kleines Stk. Ingwer
2 Zucchini, in kleine Würfel gehackt
2 Bund frische Kräuter nach Wahl (oder alternativ getrocknete/gefrorene Kräuter)
1 EL Ghee (alternativ: Butter od. Pflanzenöl)
1 l Gemüsebrühe
3 EL Reismehl (ich habe stattdessen 1 EL neutrales Sunwarrior Reisprotein verwendet)
1/2 TL Kreuzkümmel (Cumin) gemahlen
1/4 TL Fenchelsamen gemahlen
1/2 TL Salz (Achtung: Erst zum Schluss optional nachsalzen, falls ihr einen Suppenwürfel verwendet, sonst wird die Suppe zu salzig)
1 TL heller Balsamicoessig

Zwiebel schälen und klein hacken. Zusammen mit dem klein gehackten Ingwer in Ghee (od. Öl) kurz glasig dünsten.
Die Zucchinistücke hinzufügen und ein paar Minuten dünsten lassen.
Mit der Gemüsebrühe aufgießen und ca. 10 Min. köcheln lassen.
Das Reismehl mit etwas Wasser glatt rühren und unter die Brühe rühren.
Zum Schluss die Kräuter und Gewürze hinzufügen und noch ein paar Minuten weiter dünsten.
Zum Schluss pürieren, evtl. nachwürzen und servieren.

Relaunch (oder sowas in der Art)

Ok, wie soll ich am besten wieder starten? Mein letztes Post ist schon eeeewig her und ich überlege schon seit einiger Zeit ob und wie ich hier weiter machen soll. Um ehrlich zu sein, habe ich noch keine befriedigende Antwort gefunden, aber ich habe mir überlegt: Solange ich am Pläne schmieden bin, könnte ich auch einfach mal hier weiter machen. Und alles andere wird sich dann, wie so oft im Leben, schon ergeben.

Wie hat euer Jahr begonnen? Für brachte das Jahr 2013 bis jetzt viel beruflichen Stress, aber ich habe beschlossen, wieder mehr Zeit für jene Dinge zu konzentrieren, die mir Spaß machen und gut tun z.B. Yoga, Meditation, DIY Projekte (Nähen!) und eben auch Kochen und Bloggen.

In diesem Sinne, möchte ich euch auch nicht mein heutiges Mittagessen vorenthalten, das genau genommen auch gleich mein Abendessen wurde, weil es so gut geschmeckt hat uns so einfach ist.

Fenchel-Granatapfel-Feta-Salat

Fenchel mit Feta und Granatapfelkernen

adaptiert aus Ottolenghi, The Cookbook

4 Portionen

1 Granatapfel
2 mittelgroße Fenchelknollen
1-2 EL Olivenöl
Saft 1 Zitrone
70g Feta
Salz & Pfeffer
etwas Petersilie
(optional: einige Estragonblätter)
(optional: 2 TL Sumach – hatte ich nicht zu Hause)

Fenchelknollen putzen und längsweise in dünne Streifen schneiden.
Die Granatapfelkerne (am besten im Waschbecken) vorsichtig herauslösen.
Zitronensaft, Olivenöl und Gewürze zu einem Dressing verrühren.
Dann alles auf einem Teller oder in einer Schüssel anrichten und den Feta zerbröseln und darüberstreuen.
Bon Appetit!

Marillenkuchen

Ich kann gar nicht glauben, dass ich hier noch kein Marillenkuchenrezept gepostet habe. Und das, obwohl ich Marillenkuchen liebe. Lustigerweise mag ich unverarbeitete Marillen nicht wirklich besonders gern. Aber irgendetwas passiert mit ihnen sobald man sie erhitzt und dann entfalten sie diesen sensationellen Geschmack, der süchtig macht. Deshalb habe ich auch immer Marillenmarmelade auf Vorrat, damit ich ohne Entzugserscheinungen über den Winter komme.

Aber zurück zum Marillenkuchen. Die Basis dieses Rezeptes ist eigentlich ein simpler französicher Joghurtkuchen, bei dem man eigentlich nichts falsch machen kann. Natürlich kann man die Marillen auch beliebig durch andere Früchte ersetzen oder den Kuchen in einer Springform machen statt auf einem Blech.

Marillenkuchen

80ml Pflanzenöl
250g Naturjoghurt
200g Zucker
2 große Eier
1 Pkg Vanillezucker
1 TL Rum
240g Mehl
1 Pkg Backpulver
1 TL Natron
1 Prise Salz
1kg Marillen, gewaschen und halbiert

Ein Backblech einfetten und das Backrohr auf 180 °C vorheizen.
Joghurt und Zucker vermischen. Dann die Eier einzeln hinzufügen und dazwischen immer weiter rühren.
Dann Öl, Rum hinzufügen.
In einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz mischen.
Dann die Mehlmischung vorsichtig in die Joghurt-Ei-Mischung rühren.-> in die nassen mischen.
Auf das Backblech gießen und die Marillenhälften darauf verteilen.
Bei 180 °C ca. 30 min. backen bis die Oberfläche eine goldene Farbe angenommen hat.

Erdbeer-Kokos-Vollkorn-Scones

Die Sache ist die, wenn man längere Zeit nicht postet: Man kommt einfach total raus und weiß nicht mehr, was man als Einleitung schreiben soll und überhaupt, stockt einfach alles so ein wenig. Also rede ich nicht lange um den heißen Brei herum, denn ich woltle euch eigentlichvon diesem wirklich guten Scones-rezept erzählen, das ich vor einiger Zeit gefunden habe.

Das heißt, eigentlich habe ich es gefunden und ein wenig nach spontanem Gusto „gepimpt“. Und für so gut befunden, dass ich es mittlerweile bereits zum dritten Mal gemacht habe, nur habe ich beim 3. Mal Erdbeeren durch Heidelbeeren ersetzt. Und weil die Scones so gut sind, kann man sie eigentlich zum Frühstück ohne alles essen d.h. ohne Butter, Creme oder ähnlichem.

Ich habe die Mengen im Rezept halbiert und es reicht trotzdem für ca. 6 Scones.

Erdbeer-Kokos-Vollkorn-Scones

adaptiert von Leila Lindholm: Backen mit Leila

225 g Vollkornmehl
1 Prise Salz
60 g Kokosflocken (optional)
200 g Erdbeeren, geviertelt
1/2 TL Backpulver
60 g brauner Zucker
60 g kalte Butter
1 Ei
100 ml Milch
verquirltes Ei zum Bestreichen
brauner Zucker zum Bestreuen

Den Backofen auf 250 °C vorheizen.
Mehl, Salz, Backpulver, Kokosflocken und braunen Zucker vermischen.
Die Butter in kleine Stücke schneiden und mit den Fingern unter die Mehlmischung Reiben.
Ei und Milch verquirlen.
Feuchte und trockene Zutaten zu einem Teig zusammenfügen und am Schluss vorsichtig die Erdnbeeren dazukneten.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer ca. 3 cm dicken Scheibe formen und diese in 6 Teile schneiden.
Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit Ei bestreichen und zum Schluss mit braunem Zucker bestreuen.
Etwa 10 Min. auf mittlerer Stufe backen.

Lasagne mit Kürbis, Spinat und Ricotta

Meine Eltern sind aus einer Generation, für die zu einer Mahlzeit an einem besonderen Anlass Fleisch gehört. Die Menüfolge wurde in meiner Kindheit fast immer um die jeweilige Fleischsorte geplant, die vorgesehen war. Alles andere war nur hübsches Beiwerk, auf das man im Notfall auch verzichten konnte. Das heißt, meine Eltern hätten darauf verzichten können, ich nicht. Ich hatte nie eine besondere Vorliebe für Fleisch und daher kann ich ohne Übertreibung behaupten, dass ich mich seit jeher eher von Beilagen und Desserts ernähre. Bis heute fällt es mir schwer, die nötige Begeisterung an den Tag zu legen, wenn mein Papa mir stolz von einem besonders guten Stück Steak/Kotelett/Braten o.ä. erzählt, das für irgendeine Mahlzeit geplant ist. Wobei diese Ankündigungen selten geworden sind, denn vor einiger Zeit hat sich die Sisterella, die noch im Hotel Mama wohnt, offiziell zum Vegetarismus erklärt. Und seitdem, ich konnte es zunächst selbst kaum glauben, wird in meinem Elternhaus vorwiegend vegetarisch gekocht.

Und so auch am vergangenen Muttertag. Das heißt, eigentlich waren die Sisterella und ich zur Feier des Tages für das Menü zuständig, aber da meine liebe Schwester – getreu ihrem Studentendasein – bis zu Mittag schlief, habe ich in weiser Voraussicht dieses Projekt alleine in die Hand genommen. Und das gestaltete sich anfangs gar nicht so einfach, denn was kocht man denn in so einem Fall, wenn man vermeiden möchte, dass die anderen Familienmitglieder auf ihre Teller blicken und sich ein saftiges Steak darauf vorstellen?

Ich wurde mal wieder auf dem Naschmarkt fündig. Nachdem ich halbherzig zwischen einigen Rezepten hin- und herschwankte, beschloss ich, mich vor Ort spontan inspirieren zu lassen. Und als ich entdeckte, dass es auch im Frühjahr Kürbis gab, war die Entscheidung gefallen.

Zuerst die gute Nachricht: Dieses Rezept verlangt nach keiner langen Liste an Zutaten. Die Schlechte: Es ist logistisch gar nicht so einfach, eine offene Lasagne schön auf Teller anzurichten und das in einer derartigen Geschwindigkeit, damit sie nicht auskühlt bevor man sie servieren kann. Daher würde ich sie das nächste Mal, auch wenn es dann nicht so schön aussieht, in eine Auflaufform schichten und vor dem Servieren noch einmal 10-15 Min. ins Backrohr schieben, damit sie gleichmäßig warm ist. Achja, und das Rezept ist enorm sättigend. Obwohl es für 4 Personen angegeben ist, hätte es in unserem Fall fast für doppelt so viele Personen gereicht.

Lasagne mit Kürbis, Spinat und Ricotta
aus cook it – Vegetarisch

für 4-6 Personen

1 1/2 kg Butternusskürbis, in kleine Wüfel geschnitten
500 g Blattspinat
12 Lasagneblätter
500 g Ricotta
2 EL Obers (Sahne)
25g geriebener Parmesan
1 Prise geriebene Muskatnuss
Salz & Pfeffer
Olivenöl

Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Kürbisstücke bei mittler Hitze ca. 15 Min. dünsten. Eventuell zwischendurch etwas Wasser hinzufügen.
Den Spinat in kochendem Wasser 30 Sekunden blanchieren und dann in einem Sieb abtropfen lassen.
Lasagneblätter in Salzwasser bissfest garen und nebeneinander auf ein Geschirrtuch legen.
Ricotta, Obers, Parmesan, Spinat, Muskatnuss, Salz und Pfeffer in einer Pfanne bei schwacher Hitze wenige Minuten erhitzen und verrühren.

Laut Rezept soll man die Lasagneblätter direkt am Teller anrichten und abwechselnd Kürbiswürfel, Lasagneblatt, Ricotta-Spinat-Mischung, Lasagneblatt,… usw. aufeinander schichten. Ich würde beim nächsten Mal, wie erwähnt, zunächst eine Auflaufform einfetten und die Lasagne darin anrichten. Bei 180 °C ca. 10-15 Min. in den Backofen geben und erst dann anrichten.

Erdbeer-Biskuitrolle

Die Sonne scheint, das Wochenende steht vor der Tür und eigentlich war der Plan, mich nach der Arbeit in meine Workout-Klamotten zu werfen und eine Runde Joggen zu gehen. Eigentlich. Im Endeffekt war die Aussicht, über den Naschmarkt zu spazieren, durch die Stände zu schmökern und für das Wochenende einzukaufen. Die Tatsache, dass ich den Großteils davon bei meinen Eltern verbringen werde und daher eigentlich eh gut versorgt bin, verdränge ich mal einfach.

Ich muss es ausnutzen, dass sich die dunkle Wolke namens Frühjahrsmüdigkeit, die in den letzten Wochen über mir geschwebt ist, endlich verzogen hat und ich wieder voller neuer Pläne und Energie bin. Was bietet sich da besser an, als für den bevorstehenden Muttertag etwas zu backen? ich bin noch auf der Suche nach Inspiration, aber bis dahin hätte ich schon einmal ein Rezept für euch, dass ich kürzlich für Ostern ausprobiert habe: Erdbeer-Biskuitrolle. Leicht, fruchtig, cremig – ideal für einen Frühlingsnachmittag (oder Morgen, Vormittag, was auch immer).

Erdbeer-Biskuitrolle

4 Eier
200 g Zucker
70 g Mehl
40 g Speisestärke
8 Blatt weiße Gelatine
350 g Erdbeeren
500 g Magertopfen (Quark)
2 EL Zitronensaft
1 EL Puderzucker
Zucker zum Stürzen

Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen.
Die Eier trennen und die Eigelbe mit 4 EL heißem Wasser und 70 g Zucker schaumig rühren.
Eiweiß und 30 g Zucker steif schlagen und vorsichtig in die Eigelbmischung unterheben.
Stärke und Mehl durch ein Sieb hinzufügen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig gleichmäßig darauf verteilen.
Im Backofen (Mitte) ca. 15 Min. backen, eventuell die Hitze reduzieren, bevor das Biskuit droht, zu braun zu werden.
Den Biskuitteig auf ein mit Zucker bestreutes Tuch stürzen.
Das Backpapier mit Wasser bestreichen und vorsichtig ablösen. Den Teig mit Hilfe des Tuchs aufrollen und auskühlen lassen.

Für die Creme zunächst die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen.
Die Erdbeeren pürieren und mit dem Quark und dem restlichen Zucker glatt verrühren.

Den Zitronensaft erhitzen und die Gelatine darin auflösen. Evtl. etwas Erdbeerfülle dazugeben. Dann die Mischung zur Topfenmischung hinzufügen und verrühren.
Die Mischung kalt stellen.

Wenn der Biskuitteig ausgekühlt ist und die Füllung anfängt fester zu werden, den Teig auseinander rollen. Die Creme noch einmal kurz durchrühren und auf den Biskuit streichen.
Vorsichtig aufrollen und mindestens 2 Stunden kalt stellen.

Die Biskuitrolle auseinander rollen. Sobald die Quarkcreme dicklich wird, mit dem Schneebesen durchrühren und auf den Biskuit streichen. Wieder aufrollen und mindestens 2 Std. kalt stellen.

And…. we’re back!

Nach einer laaaangen Blogging-Pause und einigen turbulenten Wochen bin ich nun zurück. Die letzten Wochen waren aufregend, stressig und haben viele (positive) Veränderungen für mich gebracht. Doch eines ist dabei mehr als auf der Strecke geblieben: eine Ernährung. Ich traue es mich fast gar nicht zugeben, aber ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich in meiner Küche das letzte Mal etwas anderes als Packerlsuppe oder Käsebrot zubereitet habe. Mein neues Topfset, dass ich mir in den Weihnachtsferien gegönnt habe, ist noch weitgehend unbenutzt und meine anderen Küchengeräte haben schon Staub angesetzt. Doch damit ist jetzt Schluss.

Und daher habe ich mich – rechtzeitig vor Beginn der Fastenzeit – wieder einmal an Macarons versucht. Das ist nicht das erste Mal, dass ich dieses Experiment wage und ich muss sagen, ich hatte auch davor schon einige vielversprechende – wenn auch nicht perfekte – Versuche hinter mir. Eine große Lektion, die ich jedoch mitgenommen habe ich die: flüssige Lebensmittelfarbe – und sei die Dosierung noch so homöopathisch – sind der Untergang jedes Macaron-Versuchs. Da ich in Österreich noch keine Quelle für Lebensmittelfarbe in Pulver- oder Pastenform gefunden habe, bleiben mir nur zwei Möglichkeiten: Die Originalfarbe zu belassen (so wie in diesem Foto) oder auf Matcha-Pulver zurückzugreifen.

Aber bei näherer Betrachtung ist das auch nicht der Untergang. Und im Endeffekt zählt ja ohnehin das Geschmackserlebnis.

Vorweg ist zu sagen, dass ich bis jetzt zwei Macarons-Rezepte ausprobiert habe. Ich kann Aurélies Rezept wirklich wärmstens empfehlen. Zum Vergleich habe ich kürzlich aber auch noch das Rezept aus Donna Hays Buch Schnelle Küche für Gäste“ ausprobiert, das ich mit euch heute teilen möchte.

Mandelmakronen mit Schokotrüffelfüllung
aus Donna Hay, Schnelle Küche für Gäste

für ca. 16 Stk.

110g Mandeln, geschält, blanchiert
125g Puderzucker
2 Eiweiß
1 EL Kristallzucker

Für die Füllung
200g Zartbitter- oder weiße Schokolade
80ml Schlagobers

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
Mandeln mit Puderzucker fein mahlen.
Eiweiß steif schlagen und den Kristallzucker hinzufügen. Kurz weiter schlagen.
Eischnee unter die Mandel-Zucker-Mischung heben und mit einem Spritzbeutel kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Achtung: Genug Platz dazwischen lassen, damit die Makronen nicht ineinander rinnen.
8-10 Min. im vorgeheizten Backrohr backen. Die Makronen auf dem Backblech auskühlen lassen und erst lösen, wenn sie vollständig abgekühlt sind, sonst zerfallen sie sehr leicht und bleiben kleben.
Für die Füllung die Schokolade über einem Wasserbad erwärmen bis sie geschmolzen ist. Mit dem Schlagobers zu einer cremigen Masse rühren. Die Füllung abkühlen lassen, bis sie die ideale Konsistenz zum Bestreichen der Makronenhälften hat.
Am besten schmecken die Makronen meiner Meinung nach, wenn sie in einem luftdichten Behälter über Nacht im Kühlschrank aufgewahrt und erst am nächsten Tag gegessen werden.