Backinferno

Der Weihnachtsstress hat mich mit voller Wucht gepackt und ich steuere mit voller Kraft voraus auf einen X-Mas Crash zu. Und das obwohl ich zur Zeit ein verlängertes Wochenende (zu) genieße(n versuche). Von Erholung kann ich bisher nur träumen und auch der Plan, heuer endlich einmal alle Weihnachtsgeschenke rechtzeitig beisammen zu haben ist kläglich gescheitert.

Auf unerklärliche Weise ist es mir aber trotz allem gelungen, zwischen Shoppingtouren, Coffee Dates, Geburtstagsparty einer Arbeitskollegin, Van Gogh-Ausstellung, Fitnessstudio und Glühwein in rauen Mengen einige Backsessions einzuschieben. Damit ich euch nicht in den nächsten Tagen mit einem täglichen Keksrezept nerve, habe ich beschlossen, das Thema Weihnachtsbäckerei in einer Post abzuhaken.

Zu den Fotos sollte ich vielleicht noch sagen, dass ich davon überzeugt bin, dass die Ergebnisse optisch ansprechender ausfallen, wenn man nicht gerade 4 Glühwein intus hat. Dann hätte man sich bei den Zimtsternen (die in meinem Fall eher Zimtpatzen wurden) vielleicht an den Trick mit der Folie erinnert und man hätte unter Umständen tatsächlich Sterne machen können.


Ich war mir zuerst nicht sicher, ob ich das Rezept überhaupt hier posten soll, da das Ergebnis optisch ein wenig zu wünschen übrig ließ, aber der Geschmack hat mich dann doch überzeugt.

Zimtsterne
basierend auf einem Rezept aus Breakfast, Lunch Tea, adaptiert

4 Eier (Eiklar)
450 g Puderzucker
320 g geriebene Mandeln
Saft von 1/2 Zitrone
geriebene Schale von 1 Zitrone
1-2 TL Zimt

Eiklar zu einem festen Schnee schlagen. Puderzucker nach und nach unterrühren bis eine dicke Creme entsteht.
Danach den Zitronensaft hinzufügen.
Etwa 200 g der Masse in einer Schüssel für später zur Seite stellen.
Zum Rest die geriebene Mandeln, die Zitronenschale und den Zimt hinzufügen und zu einer Art Teig rühren.
1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Ich habe den Teig danach auf einer bemehlten Fläche (5 mm-1 cm dick) ausgerollt. Im Nachhinein ist mir allerdings eingefallen, dass ich einmal von einem Trick gelesen habe: Wenn man unter und über den ausgerollten Zimtstern-Teig Klarsichtfolie legt, fällt das Ausstechen nacher leichter.

In einer Form Sterne ausstechen (oder andere Formen, je nach Lust und Laune) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Sterne mit der vorher zur Seite gesellten Eischnee-Zucker-Masse bestreichen.

Etwa 1 Stunde trocknen lassen.

Backrohr auf 180 °C vorheizen und die Sterne ca. 10 Minuten backen, bis die Kekse Oberseite leicht golden wird.
Abkühlen lassen und in einem luftdichten Behälter afgewaren.
Ich finde, dass die Zimtsterne erst einen Tag später die „richtige“ Konsistenz bekommen haben.


Ich liebe Marzipan. Daher hat mich das folgende Rezept für Marzipankugeln, über das ich irgenwann einmal im Internet gestolpert bin und das ich dann gleich in meinem Rezeptordner gespeichert habe, sofort angesprochen. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht: Die Kugeln sind nicht zu süß und der Marzipangeschmack bleibt dennoch erhalten.

Marzipankugeln

350 g Mehl
3 Eigelb
100 g Staubzucker
200 g Marzipan Rohmasse
200 g Butter

2 Eigelb mit Butter verrühren. Marzipan, Staubzucker und Mehl hinzufügen und zu einem Teig kneten (entweder mit einer Küchenmaschine oder mit den Händen kneten).

1 Stunde kalt stellen.

3 Rollen formen und jede dieser Rollen in 15 gleich große Stücke teilen. Aus diesen dann Kugeln formen und auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen.

Übriggebliebenes Eigelb mit etwas Wasser verquirlen und mit einem Pinsel die Kugeln bestreichen.

Bei 170 °C ca. 15 Minuten backen.


Und last but not least …. Vanillekipferl. Ich glaube die beliebteste Weihnachtsbäckerei der Österreicher erfordert keine gesonderte Einführung.
Einfach reinbeissen und in Kindheitserinnerungen schwelgen – oder gibt es irgendein Kind, dass nicht irgendwann einmal mit Mama, Oma oder wem auch immer Vanillekipferl gebacken hat?

Vanillekipferl

300 g Mehl (eigentlich glatt, aber ich habe Universalmehl verwendet)
80 g Staubzucker
80 g geriebene Nüsse (ich habe Mandeln genommen, oft werden auch Haselnüsse verwendet)
2 Eidotter
200 g Butter
1 Pkg. Vanillezucker
eine Prise Salz

Mehl, Staubzucker, Salz und Nüsse vermischen.
Eidotter und Butter hinzufügen und zu einem Teig kneten.
1 Stunde kalt stellen.

Backrohr auf 170 °C vorheizen.

Aus dem Teig lauter kleine Kipferl formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

Bei 170 °C ca. 12-15 Minuten backen.

Vanillekipferl noch warm in einer Staubzucker-Vanillezucker-Mischung vorsichtig wälzen (oder so wie ich einfach bestäuben, dann sind sie aber nicht ganz so süß).

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