Verborgene Schätze aus dem Vorrat

Vor kurzem saß ich planlos vor meiner Einkaufsliste am Esstisch und überlegte, was ich kochen sollte. Normalerweise kreisen immer mehrere Rezeptideen in meinem Kopf herum, die ich unbedingt einmal ausprobieren möchte und dann kann ich mich nicht entscheiden, was ich zuerst machen soll. Aber diesmal war es anders: nichts fühlte sich irgendwie perfekt an, nichts traf meine aktuelle Stimmung.

Also ging ich zu Plan B über: Ich fing an, meine Vorräte durchzugehen auf der Suche nach etwas, was sich potentiell gut einsetzen ließe. Und da wurde ich schnell fündig: rote Linsen.
Ich hatte schon total vergessen, dass ich sie überhaupt hatte und jetzt, wo ich sie quasi wiederentdeckt hatte, wollte ich sie unbedingt einsetzen.

Ich habe lange Zeit eigentlich gar keine Linsen gegessen. Ich habe damit immer die etwas abstoßenden Bilder auf irgendwelchen Konserven assoziiert, daher wäre ich nie auf die Idee gekommen, mich damit näher zu beschäftigen.

Vor einiger Zeit habe ich jedoch herausgefunden, wie gesund Linsen eigentlich sind und war daraufhin fest entschlossen, sie in Zukunft mehr in meine Ernährung zu integrieren. Ich erinnere mich an Linsenbällchen, die pur etwas langweilig, aber in Tomatensuppe ganz ok geschmeckt hatten, aber die kulinarische Erfahrung war nicht prägend genug, um tatsächlich eine neue Ära einzuläuten.

Jetzt war ich auf jeden Fall fest entschlossen, den Linsen noch eine Chance zu geben und diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Dank meiner Freundin Flo, die mir zum Geburtstag mehr oder weniger die Basis-Ausrüstung für die indische Küche geschenkt hat, war es nicht einmal notwendig, sich noch in eine Supermarkt-Schlange zu werfen. Wer hätte gedacht, welche Schätze sich in so in den Vorräten verstecken.

Der einzige Nachteil ist, dass Linsensuppe zwar ausgezeichnet schmeckt, aber wie ein Goßteil der anderen Suppen hier, auf Fotos nicht gerade ein außergewöhnlich aufregendes Motiv hergibt. Aber ich hoffe, ihr werdet mir das verzeihen, wenn ihr sie einmal gekostet habt. Bei Flo hat es zumindest funktioniert.


Linsensuppe mit Kokosmilch

für 4 Personen

200 g rote Linsen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Karotte
1 l Gemüsebrühe
300 ml Kokosmilch
1 TL Salz
1 TL Garam Masala
2-3 cm Ingwer
1 Lorbeerblatt
1 EL Pflanzenöl
1 TL Cumin
Saft 1 Limette
Pfeffer
Chilipulver

Zwiebel, Karotte und Knoblauch schälen und klein schneiden.
Das Pflanzenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel und Karotten kurz anbraten. Danach die roten Linsen, den Knoblauch und das Lorbeerblatt hinzufügen.
Nach ca. 2 Min. mit Brühe aufgießen und mit Garam Masala & Cumin würzen.
Ca. 15 Min. ohne Deckel unter mittlerer Hitze kochen lassen.
Dann die Kokosmilch hinzufügen und nochmal aufkochen. Limettensaft hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und Chilipulver abschmecken.
Die Suppe mit dem Pürierstab je nach Geschmack mehr oder weniger fein pürieren.

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