Erholung vom Schokoinferno

Im Büro ist die Fastenzeit eingekehrt. Irgendwann kam der Punkt, wo wir es nicht mehr mit unserem Gewissen vereinbaren konnten. Wir waren von den Feiertagsschlemmereien nahtlos in eine Kooperation mit einem großen Nahrungsmittelkonzern übergegangen, was zur Folge hatte, dass wir ca. 3.000 Schokoriegel als „Samples“ bei uns im Büro herumstehen hatten. Noch dazu waren da einige layouttechnisch veraltete, essbare Promotionartikel, die ebenfalls aufgebraucht werden mussten … ihr bekommt eine Vorstellung.

Auf jeden Fall haben wir fast einstimmig beschlossen, jetzt soll für 40 Tage Schluss mit Süßem sein – wir würden gemeinschaftlich fasten. Bereits nach einer Woche waren von anfänglich 12 Leidgenossen nur mehr 3 Tapfere übrig – einschließlich mir. Ich war stolz, aber richtig. Ich hatte jeglicher Verlockung widerstanden. Selbst wenn mein Kollege (der das Fasten etwa 24 Stunden durchgehalten hatte) neben mir genüsslich Bountys in sich reinstopfte … ich setzte Scheuklappen auf und widerstand. Bis … ja, bis vergangenen Freitag.

Auf N’s Sponsionsparty wurde mir schließlich ein selbstebackener Schokoladenkuchen unter die Nase gehalten. Ich konnte die Marzipandeko förmlich riechen. Und das war’s dann mit Fastenzeit für mich. Ich würde gerne sagen, dass ich es bereue. Aber das wäre gelogen. Um nichts in der Welt hätte ich mir diesen Schokotraum entgehen lassen. Der Preis wäre zu hoch gewesen.

Nun bin ich zwar fastentechnisch im Büro aus dem Rennen (ich habe – ehrlich wie ich bin – gleich heute morgen gestanden), was aber nicht bedeutet, dass ich mich nicht trotzdem gesund ernähren möchte.

Ich hatte schon immer eine Vorliebe für gesunde und vollwertige Nahrungsmittel und Obst und Gemüse waren immer schon wesentliche Bestandteile meiner Ernährung. Doch in letzter Zeit habe ich mich mit Sicherheit so gesund und ausgewogen ernährt wie lange nicht mehr. Und ich muss sagen, ich fühle mich so gut wie lange nicht mehr in meinem Körper.

Einer meiner derzeitigen absoluten Favoriten ist Kohl. Vielleicht stehe ich diesem Gemüse auch deshalb so unvoreingenommen gegenüber, weil ich wohl eine der ganz wenigen bin, die nie die Kohlsuppen-Diät gemacht haben. Freundinnen können seitdem Kohl nicht einmal mehr riechen, ohne Übelkeit aufsteigen zu spüren. Diesen Trend habe ich glücklicherweise ausgelassen, weshalb ich Kohl jetzt noch einmal für mich entdecken konnte.

Hier einer meiner Favoriten.


Kohl mit scharfer Sauce (Cabbage with Hot Sauce)
à la Orangette

für 2 Personen

1/4 Kohl
1/4 Fenchelknolle
1 TL Pflanzenöl
1/4 – 1 TL Sambal Oelek
1 Schuss Sojasauce
Salz

Kohl und Fenchel in dünne Streifen schneiden.
Öl in einer beschichteten Pfanne oder Wok stark erhitzen.
Kohl und Fenchel in die heiße Pfanne geben und kurz anbraten.
Sambal Oelek hinzufügen und das ganze kurz durchrühren.
Mit Sojasauce abschmecken. Evtl. etwas salzen.

Das Ganze sollte sehr schnell gehen, daher am besten die Zutaten vorher bereit stellen.

Ich persönlich liebe dieses Gericht übrigens als Beilage zu Spiegelei.

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