Mit einer Prise Italien in den Frühling

Heute bin ich um 6:38 h aufgewacht. Fragt nicht …

Komplett planlos mit der ganzen Zeit, die ich plötzlich an der Hand hatte, bevor der Samstag „richtig“ anfängt, beschloss ich erst einmal, mich noch einmal in meine Bettdecke zu kuscheln und griff zum Buch, dass neben meinem Bett lag. Normalerweise würde ich jetzt emsig mit Listenschreiben beginnen – man hat ja schließlich nur einen Samstag pro Woche, an dem man den ganzen Tag für diverse Besorgungen, Shopping, Kochen, Sport, Erholung und Freunde treffen zur Verfügung hat. Ich muss wohl nicht sagen, dass Samstage bei mir normalerweise nicht sehr viel mit „Entspannung“ im eigentlichen Sinn zu tun haben. Wenn ich mich nicht gerade von einem Kater vom Freitag erhole und außer Gefecht bin, ist das Programm bei mir minutiös durchgetaktet. Bei näherer Betrachtung war es also gar nicht so schlecht, mal ein paar Stunden mehr zur Verfügung zu haben.

Ein Blick aus dem Fenster vertrieb dann jegliche verbliebene negative Gedanken ob der frühen Stunde, denn das erste Mal seit …. ich kann mich gar nicht mehr erinnern wann … wurde ich von Sonnenstrahlen begrüßt. Vor lauter Aufregung wollte ich gleich meine Laufschuhe schnüren, aber dann überkam mich plötzlich die Lust auf Schwimmen. Also warf ich mich in Badeklamotten, darüber bequeme Klamotten und machte mich auf den Weg ins Fitnessstudio.

Als der Rest der Welt vermutlich gerade mal beim Frühstück saß, war ich bereits frisch geduscht und mit roten Wangen auf dem Heimweg vom Schwimmen und konnte, als ich unterwegs noch schnell in den Supermarkt abzweigte, noch aus der kompletten Auswahl an Obst und Gemüse die schönsten Teile herausfischen. Zum Beispiel Auberginen und Tomaten, um endlich einmal ein Rezept aus diesem Buch auszuprobieren, dass schon ewig auf der „unbedingt probieren“-Liste steht: Caponata (Sizilianischer Aubergineneintopf).

Ich habe das Rezept einigermaßen abgewandelt und vor allem die angegebene Menge Olivenöl erheblich reduziert und auch den angegebenen Kräuteressig und Kapern (hatte ich beides nicht zu Hause) und die Mandeln weggelassen. Die Mengen reichen normalerweise sicherlich für 2 Personen als Vorspeise oder Beilage, aber ich war schon so ausgehungert, dass ich alles alleine gegessen habe. Damit das Ganze als Hauptgang auch optisch mehr hergibt (unter anderem) habe ich vor dem Servieren außerdem noch Feta darübergestreut.

Caponata
(Aubergineneintopf aus Sizilien)
adaptiert von Jamie Oliver, Genial italienisch

für 1-2 Personen

1 Aubergine (Melanzani)
2 Tomaten, grob gehackt
25g schwarze Oliven
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Oregano
Petersilie
Salz & Pfeffer

nach Belieben: Mandeln gehobelt, Kapern, Feta & Brot

Auberginen in kleine Stücke schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Auberginen hineingeben. Mit Salz und Oregano würzen und durchmischen. Bei starker Hitze 4-5 Minuten braten und immer wieder durchmischen. Sobald di Stücke eibe goldgelbe Farbe angenommen haben, Zwiebel, Knoblauch und Petersilie hinzufügen und noch einige Minuten weitergaren. Oliven (evtl. vorher geschnitten) und nach Belieben einige Kapern hinzufügen. Danach die in kleine Stücke geschnittenen Tomaten hinzufügen und noch einige Minuten köcheln lassen. Vor dem Servieren mit Pfeffer und nach Geschmack noch mehr Salz würzen.
Nach belieben: Feta zerbröseln und darüberstreuen, evtl. auch geröstete, gehobelte Mandeln (letzteres habe ich weggelassen).

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