Doch nicht zuviel des Guten


Es gibt so etwas wie „zuviel des Guten“. Ok, diese Erkenntnis war mir auch schon bekannt, bevor ich nach der Arbeit nach Hause kam und einen riesigen Sack frischen Spinat in meinem Kühlschrank vorfand.

Mein Papa weiß, dass Spinat zu meinen derzeitigen Lieblingen gehört und hat bei seinem kürzlichen Abstecher zum Markt an seine hart und lange arbeitende Tochter gedacht und ihr eine „kleine“ Vitaminbombe mitgebracht.

Ich liebe solche Gesten. Als Single ist man es nicht gewohnt, dass der einzige Mensch, der sich wirklich für sein leibliches Wohl und Nahrungsaufnahme kümmert, man selbst ist.
Die meiste Zeit ist das ist ok, ehrlich. Ich liebe es, nach meinem persönlichen Geschmack zu kochen und einzukaufen. Viele meiner Freunde, die mit einem Partner zusammenleben, haben die Begriffe „gesunde Ernährung“, „Abwechslung“ und „Exotik“ schon lange aus Ihrem Wortschatz gestrichen, wenn es ums Essen geht, weil sich der Partner nach dem Prinzip „was der Bauer nicht kennt, isst er nicht“ ernährt.

Trotzdem oder gerade deshalb bin ich gerührt, wenn man mir ungefragt einen Kilo Blattspinat in den Kühlschrank stellt. Das einzge Problem mit frischem Gemüse vom Markt ist allerdings, dass es in gewisser Weise wie eine tickende Zeitbombe ist. d.h. man muss kreativ sein, wenn es darum geht, es zu verwerten.

Also hab ich eine Bestandsaufnahme gemacht um mich danach auf exzessive Internetrecherche zu begeben. Nicht zu deftig sollte es sein und trotzdem wollte ich den Spinat nicht einfach kochen und pürieren. Nach gedünstetem Spinat stand es mir irgendwie auch nicht und Salat hatte ich irgendwie jeden Tag zu Mittag, weil die Kantine in letzter Zeit nichts hergab.

Aber diese Frittata. Die hörte sich einfach perfekt an.
Ich hatte in meinem Auslandssemester schon einmal Frittata gegessen – damals mit Kartoffeln – und muss sagen, dass ich damals nicht übermäßig begeistert war. Sie war nicht schlecht, aber auch nicht weltbewegend. Auf Idee, dass man da noch andere Dinge als Kartoffel verwerten kann, wäre ich daher gar nicht erst gekommen.

Und dann stieß ich irgendwann auf dieses Rezept, das schon weit mehr meinen Geschmack traf. Ich habe zwar einige Modifikationen gemacht, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Ich werde das Rezept sicherlich in der Nähe behalten, da es kaum etwas gibt, was sich besser eignet, die unterschiedlichsten Gemüsesorten zu verwerten und gleichzeitig braucht man sich auch um die Proteinquelle keine sorgen machen. Und wer hätte gedacht, dass sich Frittata wunderbar im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag aufwärmen oder kalt essen lässt? Eben, ich auch nicht.

Frittata mit Spinat, Rucola und Tomaten

für 4 Personen

6 Eier
125g griechischer Joghurt (alternativ: Crème Fraîche, Schlagobers/Sahne, Sauerrahm/Schmand)
100g frischer Blattspinat
100g Rucola
8 Cherrytomaten, halbiert
30g Feta
Salz & Pfeffer
Olivenöl

Eier schaumig schlagen. Danach Joghurt und Feta unterrühren.
Spinat, Rucola und Tomaten hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.
In einer großen, beschichteten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen.
Ei-Masse einfüllen und Deckel auf die Pfanne setzen. Ca 8-10 Min.auf mittlerer Hitze stocken lassen (immer wieder leicht anheben und kontrollieren, ob sie nicht anbrennt).
Dann umdrehen (am besten einen großen Teller zur Hilfe nehmen) und auf der anderen Seite ebenfalls noch wenige Minuten stocken lassen.
Am besten noch warm servieren.

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