Keine Schokolade, aber trotzdem ein Grund aufzustehen.

Ich habe den größten Teil meiner Jugend und auch meines Erwachsenenlebens ohne Frühstück verbracht.

Das ist keine Tatsache auf die ich Stolz bin. Vor allem weil sie auf einer skurillen Annahme beruht, dass man durch das Weglassen einer ganzen Mahlzeit doch einige Kalorien einsparen kann. Und das Frühstück erschien mir dabei die leichteste Entbehrung.

Als Kind habe ich noch täglich meinen Kakao von meinem Papa an mein Bett bekommen. Meistens habe ich dann mit geschlossenen Augen nach meiner Tasse gegriffen und sie dann auf meinem Nachtkästchen abgestellt. Nach wenigen Minuten hat der Schokoladegeruch mich dann zumindest dazu gebracht, meinen Kopf leicht anzuheben und – noch immer mit geschlossenen Augen – einige Schlucke zu trinken. Wenn man so will war Schokolade in flüssiger Form jahrelang für mich die Hauptmotivation in der Früh überhaupt meine Augen zu öffnen.

Wie es dann dazu gekommen ist, dass ich bis zu Mittag mit nüchternem Magen durchhalte – ich kann es mir nicht erklären. Mittlerweile liebe ich mein Frühstück, ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass sie meine liebste Mahlzeit des Tages ist. Ich mag einfach alles, was sich potentiell als Frühstück eignet, warum sich also diese einzigartige Gelegenheit, Müsli, Ceralien & Milchprodukte zu essen, entgehen lassen?

Vor einiger Zeit habe ich mein Repertoire an „perfekten Nahrungsmitteln um den Tag zu beginnen“ erweitert: um Müslistangerln. Sie sind sättigend, leicht gesüsst, aber keineswegs zu süß, sodass sie bereits in aller Früh den Insulinspiegel Achterbahn fahren lassen. Sie haben nur einen Nachteil: Sie sind für meine Begriffe fast eine Spur zu groß vor dem Hintergrund, dass mein ausgewogenes Frühstück in jedem Fall auch etwas Joghurt/(Soja-)Milch, o.ä. und etwas Obst beinhaltet. Außerdem geht der tägliche Kauf – frei nach dem Motto „auch Kleinvieh macht Mist“ auch auf Dauer ins Geld.

Was liegt also näher um sich selbst in die Küche zu schwingen und zu experimentieren. Bei mir hat das alles mit einer ausgiebigen Internetrecherche und einer Bestandsaufnahme meiner Vorräte begonnen.

Und das Ergebnis ist so sensationell, dass ich es eigentlich selbst kaum glauben kann. Sogar meine Schwester, die um alles, was zu gesund ist, und alles, was Rosinen beinhaltet im Speziellen, generell einen großen Bogen macht, war begeistert.

Ich habe es übrigens in einer Kastenform gebacken, das nächste Mal möchte ich es aber in Muffinformen backen. In diesem Fall verkürzt sich alerdings auch die Backzeit.


Müsli-Bananen-Frühstücks-Brot

2 große Eier
30g Zucker
100g Vollkornmehl
100g Weizenmehl
2 Bananen
1 TL Natron
1 Prise Salz
1 Pkg Vanillezucker
100ml Milch
ca. 200g Müsli (getrocknete Früchte, Rosinen, Nüsse grob gehackt, etc.)
30g Haferflocken
20g Weizenkleie
3/4 Tasse kochendes Wasser
1 TL Zimt
1 EL braunen Zucker zum bestreuen

Haferflocken & Weizenflocken in einer Schüssel in heißem Wasser für ca 1 Std. quellen lassen.

Backrohr auf 160°C vorheizen.
Bananen pürieren und mit Milch und Eiern verrüren.
Das überflüssige Wasser der Haferflocken-Weizenkleie-Mischung abseihen und den Brei zur Bananenmischung hinzufügen.
In einer weiteren Schüssel Mehl, Soda, Salz und Zimt mischen.
Die trockenen Zutaten in die Bananenmischung einrühren. (evtl. Knethaken verwenden).
Zum Schluss Rosinen & Nüsse einrühren.
Teig in eine befettete Kastenform füllen.
Bei 160°C ca. 50 Min. backen.
Auskühlen lassen und servieren.

Schmeckt am nächsten Tag übrigens meiner Meinung nach sogar noch besser.

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