Oatmeal Chocolate Cookies

Der erste Adventsonntag ist für mich jedes Jahr der offizielle Startschuss zum Backmarathon. Eigentlich geht es mir dabei mehr ums Backen an sich als um das tatsächliche Ergebnis, denn wenn ich ehrlich bin, reisse ich mich gar nicht so sehr um Weihnachtskekse. Ok, ok, bevor ihr jetzt empört „Waaaasss?!“ schreit und alle, die mich kennen, ungläubig die Augenbrauen hochziehen: Natürlich bin ich Süßem generell alles andere als abgeneigt, aber normalerweise sind es nicht unbedingt Kekse, die mich hinter dem Ofen hervorholen.

Mit stinknormalen Butterkeksen kann man mich nicht übermäßig beeindrucken und nachdem ich Nüsse – abgesehen von Walnüssen – nicht so gut vertrage, bleiben da nicht mehr allzu viele klassische Weihnachtsbäckereien für mich übrig.

Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel und daher darf ich schon jetzt ankündigen, dass die Chancen gut stehen, dass ihr hier in nächster Zeit auch ein Lebkuchenrezept finden werdet – der Teig dazu wartet nämlich schon seit gestern im Kühlschrank darauf, seiner wahren Bestimmung zugeführt zu werden – und außerdem habe ich, seit ich den Fuss auf japanisches Territorium gesetzt habe, Visionen von Matcha-Keksen.

Aber genug von den Teasern in Sachen Eigenwerbung, ich möchte mit euch heute trotzdem ein Keksrezept teilen. Vor einigen Tagen habe ich unter meinen Vorräten eine kläglich vernachlässigte Tafel Sauerkirsch Chili Schokolade von Lindt gefunden. Eine Kostprobe hat mir verraten, dass diese durchaus noch genießbar war und plötzlich war da diese Idee, sie zu Cookies weiterzuverarbeiten.

Als Inspiration diente mir dieses Rezept von Orangette, wobei ich versucht habe, es etwas „leichter“ zu machen. Die Cookies sind sehr knusprig und halten sich in der Dose locker eine Woche (vielleicht auch länger, um das auszupronieren müsste man aber etwas mehr Selbstbeherrschung haben). Entgegen meinen Erwartungen, habe ich vom „Sauerkirsch-Chili“-Teil der Schokolade nicht viel geschmeckt. Die Schokostücke schmecken in den Cookies wie normale dunkle Schokolade. Aber ich finde, einen Versuch war es allemal wert.

Oatmeal Chocolate Cookies

für 24 mittelgroße Cookies

100g Haferflocken
100 g Dinkelvollkornmehl (oder anderes Vollkornmehl)
50g brauner Zucker
1TL Backpulver
1 Prise Salz
100g Kokosöl (alternativ Butter)
1 Pkg. Vanillezucker
1 gehäufter EL Leinsamen
80g dunkle Schokolade, in kleine Stücke gehackt

Butter und braunem Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Anschließend das Ei hineinschlagen und weiterrühren. In einer zweiten Schüssel Mehl mit dem Backpulver und einer Prise Salz verrühren. Die Mehlmischung nach und nach unter die nassen Zutaten rühren.
Danach die Haferflocken und Leinsamen hinzufügen und zum Schluss die Schokostückchen – am besten mit einem Kochlöffel unterrühren, damit das ganze nicht zu einem braunen Matsch wird, sondern die Schokostückchen erhalten bleiben.
Aus dem Teig Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwas flachdrücken.
Bei 180°C ca. 15-20 Minuten im Backrohr backen.

Tipp: Schokolade entweder im Kühlschrank aufbewahren oder kurz ins Gefrierfach geben bevor man sie mit dem Messer in kleine Stücke hackt – dann schmelzen sie nicht sofort.

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