Lasagne mit Kürbis, Spinat und Ricotta

Meine Eltern sind aus einer Generation, für die zu einer Mahlzeit an einem besonderen Anlass Fleisch gehört. Die Menüfolge wurde in meiner Kindheit fast immer um die jeweilige Fleischsorte geplant, die vorgesehen war. Alles andere war nur hübsches Beiwerk, auf das man im Notfall auch verzichten konnte. Das heißt, meine Eltern hätten darauf verzichten können, ich nicht. Ich hatte nie eine besondere Vorliebe für Fleisch und daher kann ich ohne Übertreibung behaupten, dass ich mich seit jeher eher von Beilagen und Desserts ernähre. Bis heute fällt es mir schwer, die nötige Begeisterung an den Tag zu legen, wenn mein Papa mir stolz von einem besonders guten Stück Steak/Kotelett/Braten o.ä. erzählt, das für irgendeine Mahlzeit geplant ist. Wobei diese Ankündigungen selten geworden sind, denn vor einiger Zeit hat sich die Sisterella, die noch im Hotel Mama wohnt, offiziell zum Vegetarismus erklärt. Und seitdem, ich konnte es zunächst selbst kaum glauben, wird in meinem Elternhaus vorwiegend vegetarisch gekocht.

Und so auch am vergangenen Muttertag. Das heißt, eigentlich waren die Sisterella und ich zur Feier des Tages für das Menü zuständig, aber da meine liebe Schwester – getreu ihrem Studentendasein – bis zu Mittag schlief, habe ich in weiser Voraussicht dieses Projekt alleine in die Hand genommen. Und das gestaltete sich anfangs gar nicht so einfach, denn was kocht man denn in so einem Fall, wenn man vermeiden möchte, dass die anderen Familienmitglieder auf ihre Teller blicken und sich ein saftiges Steak darauf vorstellen?

Ich wurde mal wieder auf dem Naschmarkt fündig. Nachdem ich halbherzig zwischen einigen Rezepten hin- und herschwankte, beschloss ich, mich vor Ort spontan inspirieren zu lassen. Und als ich entdeckte, dass es auch im Frühjahr Kürbis gab, war die Entscheidung gefallen.

Zuerst die gute Nachricht: Dieses Rezept verlangt nach keiner langen Liste an Zutaten. Die Schlechte: Es ist logistisch gar nicht so einfach, eine offene Lasagne schön auf Teller anzurichten und das in einer derartigen Geschwindigkeit, damit sie nicht auskühlt bevor man sie servieren kann. Daher würde ich sie das nächste Mal, auch wenn es dann nicht so schön aussieht, in eine Auflaufform schichten und vor dem Servieren noch einmal 10-15 Min. ins Backrohr schieben, damit sie gleichmäßig warm ist. Achja, und das Rezept ist enorm sättigend. Obwohl es für 4 Personen angegeben ist, hätte es in unserem Fall fast für doppelt so viele Personen gereicht.

Lasagne mit Kürbis, Spinat und Ricotta
aus cook it – Vegetarisch

für 4-6 Personen

1 1/2 kg Butternusskürbis, in kleine Wüfel geschnitten
500 g Blattspinat
12 Lasagneblätter
500 g Ricotta
2 EL Obers (Sahne)
25g geriebener Parmesan
1 Prise geriebene Muskatnuss
Salz & Pfeffer
Olivenöl

Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Kürbisstücke bei mittler Hitze ca. 15 Min. dünsten. Eventuell zwischendurch etwas Wasser hinzufügen.
Den Spinat in kochendem Wasser 30 Sekunden blanchieren und dann in einem Sieb abtropfen lassen.
Lasagneblätter in Salzwasser bissfest garen und nebeneinander auf ein Geschirrtuch legen.
Ricotta, Obers, Parmesan, Spinat, Muskatnuss, Salz und Pfeffer in einer Pfanne bei schwacher Hitze wenige Minuten erhitzen und verrühren.

Laut Rezept soll man die Lasagneblätter direkt am Teller anrichten und abwechselnd Kürbiswürfel, Lasagneblatt, Ricotta-Spinat-Mischung, Lasagneblatt,… usw. aufeinander schichten. Ich würde beim nächsten Mal, wie erwähnt, zunächst eine Auflaufform einfetten und die Lasagne darin anrichten. Bei 180 °C ca. 10-15 Min. in den Backofen geben und erst dann anrichten.

Ein Gedanke zu „Lasagne mit Kürbis, Spinat und Ricotta

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