Merry Christmas!

Zunächst einmal: Frohe Weihnachten euch allen! Ich hoffe, ihr verbringt, wie ich, schöne und erholsame Feiertage im Kreise eurer Lieben und lasst es euch gutgehen.

Das heutige Post hätte eigentlich schon vor Wochen entstehen sollen und eigentlich kommt sie wirklich schon viel zu spät, ich weiß. Ich hatte jetzt die Wahl: Entweder ganz fallen lassen, für in 11 Monaten schedulen oder trotzdem posten für den Fall, dass noch jemand auf der Suche nach einem nachträglichen „Last-Minute-Geschenk“ aus der Küche ist.

Und da man ja bekanntlich auch zu anderen Anlässen etwas schenkt bzw. auch mal Selbstgemachtes mibringt, habe ich beschlossen, meine aktuellen Favourites aus der Küche dennoch mit euch zu teilen. Auch auf die Gefahr hin, dass einige von euch jetzt wahrscheinlich stöhnen werden, weil sie, wie ich, nach dem Zucker-Butter-Koma der letzten Wochen nichts Süßes mehr sehen können und/oder mit Geschenken für die nächsten 12 Monate gar nichts mehr zu tun haben wollen.

Curry-Vanille-Nüsse
Rezept von Chefkoch.de

100ml Wasser
125g Zucker
1 Vanillestange
1/2 TL Currypulver
200g Nüsse (ich habe Cashews und geschälte, ganze Mandeln verwendet)

Das Wasser mit der ausgekratzen Vanillestange, dem Zucker und dem Currypulver zum Kochen bringen.
Wenn eine dickflüssige Masse entstanden ist, die Nüsse dazugeben und bei mittlerer Hitze solange kochen lassen bis die Flüssigkeit fast komplett verdampft ist und er Zucker die Nüsse mit feiner Kruste überzogen hat.
Darauf achten, dass die Nüsse nicht anbrennen!
Die heißen Nüsse auf Backpapier geben, so gut wie möglich teilen und auskühlen lassen. Nach dem Auskühlen in luftdichte Dosen oder Gläser aufbewahren.

Bratapfel-Marmelade
Rezept adaptiert von Annik Wecker, Rezepte aus meiner Küche

1,2 kg Äpfel
70 g Mandeln, gestiftet
330 g Gelierzucker 3:1
1 TL Zimt
Saft 1/2 Zitrone
3 EL Amaretto
optional: 50 g Rosinen, einige Stunden in Rum eingeweicht (habe ich weggelassen, da die meisten Leute, die ich kenne, keine Rosinen mögen und ich kein Risiko eingehen wollte)

Die Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln und zusammen mit dem Gelierzucker mindestens 60 Min. ziehen lassen.
Die Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett kurz anrösten.
Die Apfelstücke mit dem Zimt (den Rosinen) und den Mandelstücken in einem Topf aufkochen lassen und den Amaretto hinzufügen. Noch weitere 5 Min. köcheln lassen bis die Apfelstücke weich sind. Entweder sofort in sterile Gläser füllen oder vorher noch kurz pürieren.
Marmeladegläser verkehrt in kaltes Wasser stellen und auskühlen lassen.

Ayurvedisches Kürbis-Curry

Wie ich bereits erzählt hatte, habe ich vor kurzem mit einigen Freundinnen aus meinem Yogakurs ein ayurvedisches Abendessen veranstaltet. Nach den Hafer-Cookies möchte euch natürlich auch unser Hauptgericht nicht vorenthalten: Kürbis-Curry.

Bevor ihr jetzt denkt: Halt, sie hat doch schon einmal ein Kürbis-Curry Rezept gepostet, möchte ich euch versichern, dass dieses Rezept trotzdem in jedem Fall ein eigenes Post verdient.

Das Einzige, was sich unter Umständen als etwas schwierig erweisen könnte ist, die zugehörigen Gewürze aufzutreiben, wenn man nicht gerade einen gut sortierten Inder oder, wie in meinem Fall, den Wiener Naschmarkt in der Nähe hat. Aber es zahlt sich aus. Mir ist auch bewusst, dass gerade bei Gewürzen die Geschmäcker sehr stark variieren und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich gerade bei diesem Rezept bewährt hat, zum Schluss noch einmal individuell mit jenen Gewürzen nachzuwürzen, die man besonders gerne mag, denn das ursprüngliche Rezept ist eher recht mild.

Übrigens hat es mir aufgewärmt am nächsten Tag (sehr „unayurvedisch“, ich weiß!) fast noch besser geschmeckt, weil die Gewürze über Nacht ihr Aroma noch besser entwickelt haben und dem Ganzen eine komplett neue Note gegeben haben. Ich habe dann auch statt Basmatireis Dinkelreis verwendet, was dem Geschmack aber keinen Abbruch getan hat.

Achja: Und falls ihr euch wundert: Das Rezept sieht tatsächlich kein Curry vor, die gelbe Farbe kommt von Gelbwurz (=Kurkuma).

Ayurvedisches Kürbis-Curry
adaptiert von „Kochen nach Ayurveda“ von Pirc/Kempe

für 4-6 Personen

1 kg Kürbis, geschält und in kleine Stücke geschnitten
1 EL Ghee
1/2 frische, grüne Chilischote (alternativ: Chilipulver)
1 cm frischer Ingwer
1/2 TL ganzer, schwarzer Kreuzkümmel
1/4 TL Asa foetida (Gewürz)
1 TL brauner Zucker
1 TL Bockshornkleeblätter
1/4 TL Zimt
1/4 TL Muskat
1 TL Gelbwurz (= Kurkuma)
1/4 TL gemahlener Kümmel
50 g gehackte Mandeln (alternativ: geriebene Mandeln)
230 ml heißes Wasser
etwas Salz
200 g Crème fraîche
einige Tropfen Zitronensaft

Kürbis schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Chilischote waschen, entkernen und fein hacken. Den Ingwer schälen und fein raspeln.

Ghee in einem Topf erhitzen, Kreuzkümmel, Chili, Ingwer, Asa foetida und Zucker darin anbraten.

Nun die übrigen Gewürze, Kürbisstücke, die Mandeln und das heiße Wasser hinzufügen und das Ganze ca. 10-15 Min. zugedeckt köcheln lassen.

Salz, Crème fraîche und Zitronensaft hinzufügen, alles kurz aufkochen lassen und weitere 5 Min. bei geringer Hitze ziehen lassen. Nach Geschmack nachwürzen.

Als Beilage eignen sich zu Beispiel Reis mit gelben Linsen oder Naan-Brot.

Anmerkung: Ich habe das Rezept für das Foto zu Hause nachgekocht. Da ich keine Bockshornkleeblätter daheim hatte, habe ich stattdessen Bockshornkleegewürz verwendet (daher keine schwarzen Punkte auf dem Bild). Im Original hat es mir aber besser geschmeckt, daher habe ich dies auch im Rezept so angegeben.

Ayurvedische Hafer-Cookies

Es ist erstaunlich, wie schnell man sich eigentlich manachmal an neue Rituale und Routine gewöhnt. Bei mir heißt es seit einiger Zeit: Mittwoch = Yogatag. Und es fühlt sich an, als wäre es nie anders gewesen.

Ich habe in letzter Zeit kaum etwas Besseres für mich getan, als wieder regelmäßig Yoga zu praktizieren. Und das nicht in irgendeinem Fitnessstudio, sondern in der spirituellen Seifenblase meines Yogazentrums. Schon wenn ich das Zentrum betrete, meine Schuhe ausziehe und mir der Geruch von Räucherstäbchen in die Nase steigt, spüre ich, wie sich etwas in mir entspannt und der Alltag immer weiter in die Ferne rückt.

Eigentlich geht es beim Yoga in erster Linie darum, ganz in sich selbst zu versinken und sich wieder zu spüren. Was aber nicht ausschließt, dass man beim anschließenden Löffeln von Linsensuppe und Tee nicht auch neue Freundschaften knüpfen kann. Und in meinem Fall war das, wie kann es auch anderes sein, über das Kochen. Das ayurvedische Kochen um genau zu sein. Eines Tages kam ich mit ein paar Mädels ins Gespräch als wir alle drei ganz enthusiastisch in ayurvedischen Kochbüchern schmöckerten. Die Woche darauf hatten wir unsere Kursleiterin soweit, dass sie uns das Rezept für die selbstgemachten Hafer-Cookies des Yogazentrums verriet. Und zwei Wochen später war die Idee geboren, einen gemeinsamen Kochabend zu machen.

Und so trafen wir uns letzte Woche in der gemütlichen Wohnung von S, die dankenswerterweise ihre Küche für unser Kochabenteuer zur Verfügung stellte, und verbrachten einen lustigen und Abend voller interessanter Gespräche, waghalsiger Kochexperimente und viel, viel Essen. Gegen Mitteracht rollte spazierte ich dann mit diversen Frischhalteboxen glücklich und satt nach Hause.

Selbstverständlich verrate ich euch auch die anderen Rezepte, aber alles der Reihe nach. Fangen wir einmal an mit …

Ayurvedischen Hafer-Cookies

für ca. 12 riesige Cookies

3 Tassen feine Haferflocken
1/2 Tasse Sonnenblumenkerne
1/2 Tasse Rosinen (in lauwarmem Wasser eingeweicht)
2 Tassen Vollkornmehl
3/4 Tasse brauner Zucker
1 TL Zimt
1 Prise Nelkenpulver
1 Prise Ingwerpulver
1/4 TL Natron
1 TL Vanillezucker
250 g Butter
1/2 – 3/4 Tasse heißes Wasser

Trockene Zutaten und die abgetropften Rosinen mischen.
Die Butter schmelzen und umrühren bis der Zucker ganz augelöst ist.
Das Butter-Zucker-Gemisch kurz abkühlen lassen zu den trockenen Zutaten rühren. Gut durchrühren und evtl. heißes Wasser dazu gießen.  Aber Achtung: die Mischung darf nicht zu flüssig werden.
Einen Dosendeckel (z.B. von einem Nutellaglas) nehmen und etwas Teig hineindrücken. Anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.
Wenn alle Cookies ausgestochen sind bei 180°C 15-20 Min. im Backrohr backen.
Auskühlen lassen und genießen.

Vollkorn-Zwetschkenkuchen

Ich kann gar nicht glauben, dass schon wieder Herbst ist. Das heißt, eigentlich schon fast wieder Winter. In den Buchgeschäften und Zeitschriften kommt man den Weihnachtsrezepten schon fast gar nicht mehr aus und ich muss zugeben, dass ich auch gelegentlich, wenn es draussen besonders unfreundlich und kalt ist, fast schon so etwas wie weihnachtliche Vorfreude verspüre. Aber nur gelegentlich. Die meiste Zeit überwiegt eher der Frust darüber, dass ich unter der Woche kaum noch Tageslicht sehe und seit Wochen meinen Schnupfen nicht los werde.

Gestern war so ein Tag. Geplant war eigentlich ein ruhiger „Fenstertag“ im Büro (in Österreich ist heute Nationalfeiertag) und dann vielleicht noch ein kleiner Shoppingtrip, gefolgt von einem netten Cocktail als Abendprogramm. Tatsächlich bin ich gegen 20h aus dem Büro gestolpert, wo mich eiskalter Wind und Regen begrüßten. Ich war einfach nur froh, daheim in meine kuschelige Jogginghose zu schlüpfen und mit einem heißen Tee meine Finger aufwärmen zu können und abzutauchen.

Nun ja, nicht ganz. Ein wenig Tatendrang überkam mich dann doch noch. Denn plötzlich wusste ich genau, wie ich dem Abend wenigstens noch ein bisschen so etwas wie einen netten Ausklang verleihen konnte: Backen. Zwetschkenkuchen, um genau zu sein. Und als dann der Duft von Zimt und Mandeln durch meine Wohnung wehte, war dann die Welt schon wieder fast so etwas wie in Ordnung.

Vollkorn-Zwetschkenkuchen
adaptiert von Leila Lindholm, Backen mit Leila

für 1 Backblech

800 g Zwetschken
4 Eier
260 g Zucker
1Pkg. Vanillezucker
70 g Butter
150 ml Milch
260 g Vollkornmehl
3 TL Backpulver
1 Prise Salz
1/2 TL Zimt
Mandelblättchen
Butter und Semmelbrösel zum Einfetten

Zwetschken waschen, entkernen und halbieren.
Den Backofen auf 175°C vorheizen.
Ein Backblech mit Butter einfetten und mit Semmelbrösel ausstreuen.
Eier, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen.
Die Butter schmelzen und mit Milch verrühren. Dann unter die Eimasse rühren.
Mehl, Backpulver, Zimt und Salz mischen und vorsichtig unter den Teig rühren.
Den Teig auf das Backblech füllen und gleichmäßig verteilen.
Dann die Zwetschken darauf verteilen und mit Mandelblättchen bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen 25-30 Minuten backen.
Den Kuchen leicht abkühlen lassen und noch leicht warm servieren.

Einfaches Kürbisrisotto

Heute war mein erster richtig „freier“ Tag seit langem. Frei vor allem in jener Hinsicht, dass ich den ganzen Tag zu meiner alleinigen Verfügung habe – ohne Termine, ohne Verpflichtungen, ohne Druck. Sogar das Wetter schreit förmlich danach, dass man sich einfach nur einen gemütlichen Tag macht. Und genau das mache ich. Und heute war der erste Tag seit langem, an dem ich wieder richtig Lust hatte, den Herd anzuwerfen und etwas zu kochen.

Was würde sich da besser eignen als der Hokkaidokürbis, den mir die Lieblingscousine letzten Sonntag geschenkt hat, als ich ihr bei den Vorbereitungen für ihr Buchclub-Dinner Gesellschaft geleistet habe? Ich habe damals übrigens auch noch ein Stück Zwetschenkuchen mitbekommen, aber der hat naturgemäß nicht lange überlebt.

Heute stand ich also etwas unvorbereitet in meiner Küche und überlegte mir, wie ich das Teil am besten verwerten sollte. Die erste Intuition war natürlich meine heiß geliebte Kürbissuppe, aber dann entschied ich mich doch dafür, etwas Neues auszuprobieren: Kürbisrisotto. Wobei ich gleich vorweg nehmen muss: Jeder Italiener würde vermutlich gleich protestieren, dass mein Risotto natürlich kein „richtiges“ Risotto ist. Stimmt! Es fehlen, die Zwiebel, der Weißwein und natürlich die Butter zum Schluss. Aber es schmeckt trotzdem himmlisch. Und ist das perfekte Herbstgericht.

Einfaches Kürbisrisotto

3-4 Portionen

500 g Hokkaidokürbis, in kleine Stücke geschnitten
200 g Risottoreis (Arborio)
1 TL Butter
1 TL Olivenöl
400 ml Gemüsebrühe
Thymian
Muskat
Salz & Pfeffer

Feta od. Parmesan zum Garnieren

In einem Topf Butter und Olivenöl erhitzen. Die Kürbisstücke wenige Minuten darin anschwitzen lassen.
Den Reis hinzufügen und kurz durchrühren, dann mit ca. die Hälfte der Gemüsebrühe aufgießen.
Mit Thymian, Muskat, Salz und Pfeffer würzen.
Bei leichter Hitze ca. 15-20 köcheln lassen und regelmäßig umrühren.
Sobald die Brühe aufgesaugt ist, Brühe nachgießen.
Wenn der Reis durchgekocht ist, noch einmal abschmecken und bei Bedarf nachwürzen und gleich servieren.
Je nach Belieben mit Feta oder Parmesan garnieren.

Brauner Reis mit Joghurt, Trockenfrüchten und Marmelade

Die Ironie ist mir durchaus bewusst. Es ist Freitag abend und ich bin im Begriff ein Post über Frühstück zu schreiben. Aber ganz so falsch ist es auch wieder nicht, denn solltet ihr heute abend auch daheim sein und vielleicht noch dieses Post lesen, hättet ihr theoretisch noch genügend Zeit, schon einmal die Zutaten für das morgige Frühstück vorzubereiten. Und wenn man bedenkt, dass diese Frühstücksidee (Rezept wäre in dem Fall wirklich zu hochtrabend) braunen Reis enthält und dieser an die 45 Minuten köcheln muss, würde ich sagen: Jetzt ist sogar der beste Zeitpunkt, um in die Küche zu gehen und schon einmal einen Topf mit Wasser aufzusetzen. Denn wer will denn bitteschön seinem Frühstück 45 Minuten beim köcheln zusehen? Seht ihr, ich auch nicht.

Die Sache ist die: Ich bin frühstückstechnisch eigentlich total fad, wie man in Wien so schön sagen würde. Ich esse tagein tagaus immer das gleiche: Porridge mit Obst. Na ja, fast zumindest. Freitag morgen fällt das Frühstück oft aus, weil ich, wenn ich erst nach 3 Uhr ins Bett komme und weiß, dass ich in wenigen Stunden irgendwie nüchtern und zumindest äußerlich fit im Büro erscheinen muss, durchaus bereit bin, die 20 Minuten fürs Frühstück für den verlängerten Schönheitsschlaf zu opfern. Aber das ist eine andere Geschichte.

Eines morgens stand ich jedenfalls im Halbschlaf in der Küche und stellte fest, dass Haferflocken gut, aber aus waren. Eine Alternative musste her. Im Normalfall wäre dann eigentlich Plan B in Kraft getreten – ich hätte mir unterwegs ein Müslistangerl aus der nächsten Bäckerei mitgenommen. Doch dann erblickte ich einen Rest braunen Reis in einer Tupperware-Box im Kühlschrank und ich dachte mir: warum eigentlich nicht? Also fing ich an zu kreativ zu werden, oder zumindest so kreativ wie man vor dem ersten Kaffee in der Früh sein kann. Et voilà ….

Brauner Reis mit Joghurt, Trockenfrüchten und Marmelade

für 1 Person

50 g brauner Reis (gekocht)
2 EL Joghurt (schmeckt besonders gut mit griechischem Joghurt)
1 getrocknete Marille (=Aprikose)
1 TL Zwetschkenmarmelade

Natürlich können Marillen und Marmelade je nach Saison und Geschmacksvorlieben beliebig variiert werden.

Product Review: Holy Basil Seasoning Paste

Ich glaube, dass es auch für das private Umfeld durchaus seine Vorteile hat, wenn man eine gewisse Affinität zu kulinarischen Genüssen hat. Nicht nur, dass beim Kochen und Essen die soziale Komponente ein nicht zu vernachlässigender Teil ist, sprich: die Chancen stehen gut, dass man hin- und wieder mit erfolgreichen Kochergebnissen verwöhnt wird.

Aber was auch nicht zu übersehen ist: Man hat es ungemein einfach, wenn es darum geht, Geschenke auszusuchen. Meine Freunde und Familie haben das auch schon entdeckt und darum werde ich regelmäßig mit interessanten Geschenken rund ums Essen aus aller Welt beschenkt. So haben es sich auch meine Eltern bei ihrem Thailand Urlaub nicht nehmen lassen, kurz vor Abreise noch einen Abstecher in einen lokalen Supermarkt zu machen.

Das erste, was ich aus meiner kleinen Thai-Kollektion ausprobiert habe, ist Holy Basil Seasoning Paste von Lobo. Es handelt sich dabei um eine Sauce/Paste mit Thai Basilikum und viieeel Chili, mit der man Fleisch (in meinem Fall Hühnerfleisch) mariniert. Laut Lobo-Homepage ist dieses Gericht vor allem in Bangkok sehr beliebt ist und wird mit Reis und Ei gegessen. Die Zubereitung war denkbar einfach, daher ist es auch die perfekte Alternative, wenn man nicht viel Zeit hat, etwas Aufwendiges zu Kochen, aber trotzdem nicht einfach nur eine Pizza in den Ofen schieben möchte. Ich könnte mir übrigens gut vorstellen, dass man diese Produkte auch hier bei uns in gut sortierten Asia-Läden bekommt.

Ein Wort der Warnung sei allerdings an dieser Stelle trotzdem angebracht: Vorsicht, seeeeeeehr scharf! Und nicht auf die Beilage (Reis, Reisnudeln, o.ä.) vergessen – du wirst sie brauchen um die Schärfe etwas auszugleichen. Aber absehen davon, nicht uninteressant das Ganze.

Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden, sobald ich die anderen Thai-Mitbringsel ausprobiert habe.

Das beste Mittel gegen Herbstdepressionen…

… ist sich an den letzten Urlaub zu erinnern. Und damit melde ich mich auch schon offiziell zurück aus der ungeplanten, inoffiziellen Sommerpause. Als ich vor zwei Wochen aus Griechenland zurück gekommen bin, herrschte hier noch strahlender Sonnenschein und Temperaturen über 30°C. Nur wenige Tage später habe ich meine Zweifel, ob ich meine neuen Schätze aus den aktuellen Herbstkollektionen überhaupt jemals ausführen können werde oder ob es besser gewesen wäre, gleich in Wintersachen zu investieren.

Aber ich mag den Herbst auch irgendwie. Obwohl ich dem Sommer natürlich in gewisser Weise nachtrauere. Vor allem, wenn ich meine Urlaubsfotos sehe …

Salat mit Grapefruit und Garnelen

Sommerzeit ist Salatzeit. Und Winterzeit ist Suppenzeit.

Ich wünschte mir manchmal wirklich, ich wäre etwas origineller, d.h. eigentlich wünschte ich mir, meine Geschmacksnerven wären etwas origineller, aber leider bin ich da doch recht einfach gestrickt. Aber glücklicherweise muss das ja nicht immer langweilig sein und so sehr ich manchmal dazu tendiere in „never-change-a-winning-team“-Laune zu verfallen, siegt am Ende doch die Experimentierfreude.

So wie bei diesem Salat. Ok, wer hier durch das Archiv stöbert findet sicher das eine oder andere Rezept, das ähnlich aufgebaut ist, aber diese Kombi ist wirklich einzigartig und in jedem Fall einen Versuch wert. Vor allem hat sie irgendwie gleichzeitig einen Hauch Exotik und ist doch so einfach und schnell zuzubereiten, dass man sich fast gar nicht traut, es als „Rezept“ auszugeben.

Salat mit Grapefruit und Garnelen

für 2 Personen

Salat (ich habe diese Salatmischung verwendet)
1 rosa Grapefruit
10 Garnelen
1/3 Salatgurke
1 Handvoll Cherrytomaten
3 EL Balsamico
1 EL Olivenöl
1 TL Honig
Salz
Pfeffer
Kurkuma (Gelbwurz)
Chili (Gewürz)
Zitronensaft

Garnelen in Zitronensaft, Salz, Chili und Kurkuma ca. 10 Min. marinieren.
In der Zwischenzeit das Gemüse schneiden, Salat waschen und die Grapefruit schälen und in kleine Stücke schneiden und in einer Schüssel anrichten.
Dann in einer beschichteten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Garnelen auf beiden Seiten einige Minuten braten. Aus Balsamico, Olivenöl, Honig, Salz und Pfeffer ein Dressing rühren und über den Salat gießen.
Zum Schluss mit den Garnelen garnieren.

Kirschenmichel

Ich weiß, ich weiß … Nachdem ich langsam schon froh sein muss, wenn ich nicht auch noch die Leser verliere, die mich persönlich kennen und mit mir befreundet sind, wird es jetzt wieder an der Zeit, hier mal für etwas Abwechslung zu sorgen. Während ich „weg“ war ist ja schon fast eine komplette Saison Spargel, Marillen, Zwetschken, Erdbeeren und ich weiß nicht, was noch alles – ungenutzt – an mir vorübergegangen.

Mein einziger Trost: Ich habe noch einige Kirschen vom Garten meiner Eltern abgestaubt und zur Belohnung kam natürlich auch etwas zurück: Kirschenmichel. Ich muss zugeben, ich kannte diesen Ausdruck vor meinen Internetrecherchen gar nicht – aber Wikipedia hat mich aufgeklärt, dass es sich dabei um eine typisch deutsche Süßspeise handelt. Und Wikipedia sagt auch, dass sie eigentlich mit Brot gemacht wird, wobei mein Rezept, auf das ich auf Chefkoch zufällig gestoßen bin, Grieß verwendet …

Wie auch immer: Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich liebe Grieß und denke mir jedesmal, wenn ich etwas damit mache, dass ich das viel öfter machen sollte. Grieß weckt bei mir immer die Assoziation mit Grießkoch und das wiederum ist für mich das ultimative Essen aus meiner Kindheit.

Dieses Rezept ist perfekt, wenn man irgendwie Lust auf was „kuchiges“, aber doch nicht richtig Kuchen, hat.

Enschuldigt das farb- und fototechnisch nicht gerade berauschende Foto – ich hatte meine „große“ Kamera nicht dabei und irgendwie muss ich gerade etwas farbenblind gewesen sein, als ich das Foto gemacht habe.

Kirschenmichel
für 4 Portionen

60 g Butter
125 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
3 Eier
abgeriebene Schale 1/2 Zitrone (unbehandelt)
150 g Grieß
150 g Mehl
3 TL Backpulver
1/4 l Milch
500 g Kirschen, gewaschen und entsteint

Backrohr auf 180°C vorheizen.
Eine Auflaufform einfetten.
Die zimmerwarme Butter und Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen.
Dann die Eier, Milch und Zitronenschale hinzufügen und cremig rühren.
In einer Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und dem Grieß vermischen.
Die trockenen Zutaten schrittweise unterrühren und zu einem Teig rühren.
Den Teig in die Auflaufform rühren und die gewaschenen und entkernten Kirschen gleichmäßig darauf verteilen und einsinken lassen.
Ca. 50 Minuten backen. Wenn die Oberfläche zu schnell zu braun wird, mit Alufolie abdecken und auf unterster Stufe weiterbacken lassen, bis der Auflauf komplett durch ist (mit Stäbchen kontrollieren).